Dienstag, 17. Oktober 2017
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Ursprung & Geschichte

Morihei Ueshiba, (1883-1969) der Gründer des Aikido -
ueshiba dessen Vorname -unendlicher Friede- bereits bei seiner Geburt hindeutet auf die Aufgabe, die er einmal erfüllen sollte-, war gemäß dem Urteil aller, die ihn kannten, einer der größten Budo-Meister der Geschichte. Seine Fähigkeit jeden Angreifer zu entwaffnen, jeden Gegner am Boden zu halten, ohne ihn kaum zu berühren und ein Dutzend Männer gleichzeitig zu werfen, ist in zahlreichen Bildern, Filmen und Berichten belegt..
 

 

Aikido ist eine in Japan entwickelte und zumeist waffenlose Selbstverteidigungsform gegen unbewaffnete und bewaffnete Angreifer, deren Wurzeln man bis ins 9. Jahrhundert n. Chr. zurückverfolgen kann. Die heutzutage angewandten Verteidigungstechniken des Aikido basieren noch immer auf den Kampfformen der Schwerttechniken, die bei den japanischen Samurais (Ritter), zumeist unter anderen Bezeichnungen ihre Blütezeit fanden.ueshibalehrgang
Morihei Ueshiba fügte seiner von ihm weiterentwickelten Budo-Disziplin wichtige technische aber auch geistige Elemente bei, die zur Folge hatten, dass sich Aikido zu einer von anderen Verteidigungs- und Kampfdisziplinen elementar unterscheidenden Budo-Disziplin entwickelte. Gerade die geistig-seelische Entwicklung des Aikido-Treibenden (Aikidoka) basiert auf ethisch-moralischen Wertvorstellungen. So wird dem Aikidoka gelehrt, sich rein defensiv zu verhalten und Verteidigungstechniken nur gegen den Angriff nicht aber gegen den Angreifer zu richten. Ein Zerstören des bereits unterlegenen und kontrollierten Angreifers ist dem geübten Aikidoka fremd. Dem Angreifer soll nur dessen nutzloses Tun vorgeführt werden. Kaum eine andere Kunst der Selbstverteidigung hält in ihren Elementen so strikt am Gedanken der reinen Selbstverteidigung fest wie Aikido. Im Aikido gibt es keinen Wettkampf. Oft wird Aikido als "harmonische Selbstverteidigung" vorgestellt. Diese Bezeichnung zielt vielleicht etwas zu stark auf den geistigen Aspekt im Aikido und vernachlässigt den wichtigen technischen Bereich der Kampfkunst. Tatsache bleibt, dass im Ernstfall ein unwissender Angreifer von den angewendeten "weichen" Verteidigungstechniken überrascht wird und sich einer erheblichen Verletzungsgefahr aussetzt. Richtigerweise kann jedoch gesagt werden, Aikido ist eine "aggressionslose" Selbstverteidigungsform.